Die Verbindung von Natur & Design

Die Verbindung von Natur & Design

Wer mein Atelier bereits ein paar Jahre begleitet, weiß, dass ich mit dem Zeichnen von Naturillustrationen begonnen habe, mit denen ich vor allem Karten designt habe. Irgendwann kam das dreidimensionale Gestalten hinzu – von Innen- und zunehmend von Außenräumen. Als roter Faden zog sich das Thema Natur durch all meine Projekte.

Mit den Jahren stieg meine Faszination dafür, wie viel Schönheit uns die Natur schenkt. Wenn wir nur offen dafür sind, sie wahrzunehmen. Und wie gut sie uns tut, wenn wir uns mit ihr umgeben. Ganz direkt durch Spaziergänge im Wald oder wenn wir im Garten buddeln. Aber auch indirekter durch unsere Ernährung, durch Naturfasern und Naturkosmetik auf unserer Haut oder durch Naturmaterialien in unserem Zuhause, wie Möbel, Farben oder Teppiche.

Natürlich sollte uns bewusst sein, dass wir mit allem, was wir konsumieren, in die Natur eingreifen. Darüber habe ich mir auch in Bezug auf meine Tätigkeit als Gartendesignerin viele Gedanken gemacht. Ist nicht jedes „ungestaltete“ Stück Natur die bessere Alternative? Ich beantworte dies mit einem klaren Jein. Wenn ich aus einer Wiese einen sterilen Garten mit wildkräuterfreiem akkuraten Rasen, Betonsteinen und Kirschlorbeer machen sollte, wäre es ein klares JA (mal abgesehen davon, dass ich das nie tun würde). Wenn es aber darum geht, Flächen zu entsiegeln, urbane Außenräume grüner zu machen, Gärten einladender, so dass Menschen wieder eine Verbindung und Wertschätzung zur Natur aufbauen, würde ich mit Nein antworten.

Und so ist es wohl wie sooft: es gibt kein Schwarz und Weiß. Aber es gibt wunderbare Beispiele, wie sich Design in die Natur integrieren kann und diese stärkt und unterstreicht, als sie zu unterwerfen. Das ist mein Wunsch und meine Haltung als Designerin und ich freue mich über jede und jeden, der eine ähnliche Freude bei der Gestaltung mit und in der Natur entwickelt.

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